Branchen · E-Mobility
E-Mobility - Qualitätssicherung und Traceability
Prozessüberwachung für skalierbare, sichere Fertigung.
Zellfertigung und Busbar-Schweißen • Bipolarplatten und Brennstoffzellen • Serienhochlauf ohne Qualitätseinbruch • EU-Batterieverordnungkonform
In der Green Mobility / E-Mobility treffen hohe Sicherheitsanforderungen auf schnellen Ramp-up und Serienhochlauf. Das macht Prozessstabilität und Rückverfolgbarkeit zu einem durchgängigen Thema — vom Oberflächenprozess bis zur Fügestelle.
Weltweit wurden 2024 über 17 Mio. Elektroautos verkauft, mehr als 20 % Anteil an den Neuwagen — nach knapp 14 Mio. im Jahr davor.
Referenzen
Prozess- und Nachweisinfrastruktur für E-Mobility-Fertiger
weldmetrix wird in diesem Kontext als Prozess- und Nachweisinfrastruktur eingesetzt: Prozessinformationen werden kontextualisiert, Abweichungen früh sichtbar, Dokumentation konsistent und auditfähig verfügbar.
Traceability auf Bauteilebene im Serienhochlauf
Wie ein E-Mobility-Fertiger im Ramp-up bauteilbezogene Rückverfolgbarkeit aufbaut, statt sie nachträglich zu rekonstruieren.
aus der Praxis
Batterieschweißen: kleine Fehler, große Wirkung
In der Zellfertigung laufen in einer einzigen Anlage teils hunderte bis tausende Schweißungen pro Tag, in besonders schnellen Linien sind bereits über 200 Batterien pro Tag umgesetzt worden. Bei einem Bauteilwert von rund 2.000 € pro Batterie ist die Rechnung schnell gemacht: Jede Schweißung, die überwacht statt nur gehofft wird, zahlt sich unmittelbar aus.
Nicht erkannte Fehler können zu Reklamationen und Rückrufaktionen führen, in manchen Fällen zu Schäden in Millionenhöhe, im Extremfall bis zum Verlust des Kunden.
Das ist der Maßstab, an dem sich Prozessüberwachung in der Batteriefertigung messen lassen muss.
bis zu 200
~2.000 €
Angrenzendes Feld
Bipolarplatten und Brennstoffzellen
Bipolarplatten für Brennstoffzellen gehören zu den anspruchsvollsten Schweißaufgaben überhaupt: Das Material ist teils nur rund 50 µm dünn, vergleichbar mit einem Blatt Papier. Zwei solcher Platten werden mit feinen Kanälen übereinandergelegt und müssen anschließend vollständig heliumdicht verschweißt sein, bei einer Schweißgeschwindigkeit von rund einem Meter pro Sekunde.
Um die kleinsten Poren im Hundertstel-Millimeter-Bereich zuverlässig zu erfassen, braucht es Sensorik mit sehr hoher Abtastrate.
Nach Einschätzung unseres Entwicklungsteams reicht selbst die aktuelle Abtastrate von bis zu 1 MHz für eine durchgängig sichere Detektion bei dieser Geschwindigkeit noch nicht in jedem Fall, ein Bereich, an dem aktiv weiterentwickelt wird, statt ihn als bereits gelöst zu verkaufen.
Gleichzeitig ist genau hier, bei sehr schnellen Prozessen, die Stärke unseres Sensoransatzes besonders relevant. Vertiefende Inhalte zu Brennstoffzelle und Wasserstoff folgen auf der Branchenseite Renewable Energy.
Risiken
Need & Risiken in der E-Mobility
Typische Anforderungen und Risiken in E-Mobility-Fertigungen:
Serienfähigkeit im Ramp-up
Prozesse müssen stabil laufen, obwohl Varianten, neue Materialien und Anlagenzustände sich noch entwickeln.
Rückverfolgbarkeit und Auditfähigkeit
Nachweise sollen bauteilbezogen, konsistent und ohne manuelle Medienbrüche verfügbar sein.
Qualität als Sicherheitsrisiko
Abweichungen an Fügestellen oder in Vorprozessen können sich als Funktions- und Zuverlässigkeitsrisiko auswirken — mit entsprechendem Eskalationspotenzial.
Späte Fehlerentdeckung
Wenn Abweichungen erst in der Endprüfung oder im Feld sichtbar werden, wird Ursachenklärung schwierig und Korrekturmaßnahmen dauern länger.
Inhomogene Datenlage
Prozess- und Qualitätsinformationen sind oft verteilt — Maschine, Linie, IT-Systeme — und nicht eindeutig miteinander verknüpft.
Wo weldmetrix wirkt
Wo weldmetrix in Green Mobility typischerweise wirkt
In E-Mobility-Prozessketten liegt der Hebel häufig dort, wo Qualität „entsteht”: in vorbereitenden Oberflächenprozessen, in der Fügung und in der nachweisbaren Freigabe.
Vorbehandlung & Oberfläche
Fügen / Schweißen
Prozessfensterüberwachung, frühe Erkennung von Drift/Abweichungen, bauteilbezogene Dokumentation.
Qualität & Traceability
Verknüpfung von Prozessbasis, Auftrag/Programm und Prüfergebnissen für Audits und Ursachenanalyse.
Betrieb & Datenhoheit
Integration in Shopfloor-Umgebungen, inklusive On-Prem-Optionen, wenn erforderlich.
Was PRomos liefert
Eine bewertete, dokumentierte Prozessbasis
- Bauteilbezogene Traceability (Prozess ↔ Bauteil ↔ Auftrag/Programm)
- Standardisierte Nachweise für Qualitätsmanagement, Audits und Kundenanforderungen
- Strukturierte Datenbereitstellung für interne Qualitätsschleifen und, wo relevant, Produktpass-nahe Anforderungen
Zur Regulierung: Die EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 sieht Kennzeichnungspflichten ab 2026 sowie einen per QR-Code zugänglichen Batteriepass ab 2027 vor.
PROMOS — Traceability & Dokumentation
Nächster Schritt
E-Mobility Pilot/Assessment anfragen
Für einen konkreten E-Mobility-Use-Case — Linie, Zelle, Bauteilfamilie — klären wir gemeinsam, welche Prozessschritte kritisch sind, welche Datenbasis sinnvoll ist und wie Nachweise konsistent aufgebaut werden.
Unverbindlich, ohne Verkaufsdruck. Passt es nicht, sagen wir Ihnen das auch ehrlich.